Schufa
Schufa – das Wort kennt fast jeder Deutsche oder hat schon einmal davon gehört. Drei Viertel aller Deutschen sind bereits bei der Schufa erfasst.
Die Schufa Holding AG ist ein Kreditbüro mit Sitz in Wiesbaden, das privatwirtschaftlich organisiert ist. Sinn und Zweck der Schufa ist es, Vertragspartner vor Kreditausfällen und Verbraucher vor Überschuldung zu schützen.
Die Daten, die bei der Schufa hinterlegt sind, holt die Schufa sich keinesfalls selbst ein. Banken, Kreditgeber und weitere Vertragspartner liefern relevante Daten über ihre Kunden an das Unternehmen. Dies geschieht jedoch nicht ohne Einwilligung des Kunden. Neben den allgemeinen Daten wie Name, derzeitige und frühere Anschriften, Geburtsdatum und -ort, werden auch so genannte Positiv- und Negativmerkmale gespeichert.
Zu den Positivmerkmalen gehören Daten über Geschäftsbeziehungen, bei denen die Abwicklung vertragsgemäß stattfand. D. h. wurden z. B. die Raten für einen Autokredit regelmäßig und pünktlich gezahlt, wird dies als Positivmerkmal in die Schufadaten aufgenommen. Sind jedoch beim Kunden ein nicht vertragsgemäßes Verhalten, z. B. Nichteinhaltung von Zahlungsterminen, oder gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen bekannt, wird dies als Negativmerkmal erfasst. Positivmerkmale werden nach Erledigung nach drei Monaten aus der Datenbank gelöscht. Liegt der Gegenstandswert der geleisteten Forderung unter 1.000 Euro, so wird die Löschung dieser Daten bereits nach einem Monat vorgenommen.
Jede Person hat laut Bundesdatenschutzgesetz das Recht, seine eigenen Daten einzusehen. Eine mündliche Auskunft wird kostenfrei von der Schufa gegeben. Eine schriftliche Auskunft wird über das Verbraucherportal der Schufa angefordert und ist gebührenpflichtig. Daraufhin können falsche Daten korrigiert werden.
Abonniere RSS
Kommentar RSS







